MARC BROUSSARD | Biografie

  • Roachford

„S.O.S. 2: Save Our Soul: Soul On A Mission“

Bayou Soul feat. Huey Lewis and JJ Grey

Marc Broussard ist ein großer Traditionalist. Die Musik des vielseitigen Künstlers aus dem Mississippi-Delta wird gerne als „Bayou Soul“ bezeichnet, was verkennt, dass Marc Broussard seine stets enorm warmherzig produzierte Singer-Songwriter-Kunst so ziemlich auf jede Stilrichtung zu übertragen weiß, von Blues, Country und Soul bis hin zu Southern Rock und Pop. Der 35-jährige Südstaatenmusiker, der seine Karriere bereits als 20-Jähriger begann, hat bislang acht Studioalben, diverse EPs und ein Livealbum veröffentlicht. Marc Broussard ist jedoch nicht nur ein großartiger Sänger und Musiker, er ist auch ein Mensch mit einem großen Herzen, ein Philanthrop aus Überzeugung. So geht die Hälfte der Tantiemen seines jetzt auch in Deutschland erscheinenden Charity-Albums „S.O.S. 2: Save Our Soul: Soul On A Mission“ an die in Atlanta, Georgia ansässige Wohltätigkeitsorganisation City of Refuge, die sich um Obdachlose kümmert und vorbildliche Programme entwickelt hat, Armut zu bekämpfen.

„Ich bin der Meinung, dass Künstler wie ich in der einzigartigen Position sind, Aufmerksamkeit zu wecken und in unseren Gemeinden und darüber hinaus etwas verändern können. Von daher habe ich mich vor einem Jahr entschlossen, Philanthropie zu einem festeren Bestandteil in meinem Leben zu machen, indem ich die SOS Foundation gegründet habe. Das Ziel ist es, Musik zu nutzen, sei es im Studio aufgenommene oder Livemusik, um Gelder für Anliegen zu sammeln, für die ich mich leidenschaftlich einsetzen kann.“

Ganze zehn Jahre ist es her, seit Marc Broussard mit „S.O.S.: Save Our Soul“ ein erstes Charity-Album veröffentlichte, auf dem er Coverversionen von Soulklassikern interpretierte und damit sogar in Holland einen Top-10-Erfolg einheimste. Damals waren es vornehmlich Vorlagen aus den Siebzigern und man konnte bloß staunen, wie gut er den sensiblen Tenor eines Marvin Gaye hinbekam. Dasselbe gilt auch für all die Soulperlen der Sechziger, die Marc Broussard nun für das Nachfolgewerk ausgesucht hat. Seine Interpretationen als authentisch zu bezeichnen, ist das mindeste Lob, was ihnen gebührt.

„Cry To Me“ von Solomon Burke war dabei erste Wahl. „Solomon war ein so fantastischer Sänger“, so Broussard. „Und der Song geht mir unter die Haut. Ich habe ihn vor Jahren erstmals in Dirty Dancing gehört und ihn erst kürzlich wiederentdeckt. Ich wusste sofort, dass dieser Song für dieses Projekt perfekt ist.“ Auf dem Album befindet sich zudem noch eine gemeinsam mit seinem Vater Ted Broussard aufgenommene Akustikversion. Sein Vater, mit dem Marc unlängst auch auf Tournee gegangen ist, war Musiker bei den Boogie Kings und ist mittlerweile in die Louisiana Hall of Fame aufgenommen worden.

Mit „These Arms Of Mine“ von Otis Redding befindet sich auf dem Album noch ein weiterer Song, der 1987 durch den Tanzfilmklassiker Dirty Dancing zu neuen Ehren kam. Bei Broussards Adaption kommt wiederum ein alter Popheld der Achtziger zu neuen Ehren: Huey Lewis überrascht hier als Duettpartner. Einen weiteren Gastauftritt hat der aus Florida stammende Southernrocksänger J.J. Grey, der Broussard gesanglich bei der Neuauflage von Wilson Picketts „In The Midnight Hour“ unterstützt und mit dem er schon in Europa auf Tour 
war. Beeindruckend, wie es Marc Broussard immer wieder gelingt, den Spirit der Originalinterpreten einzufangen und auf seine markante Stimme zu übertragen, sei es bei Aretha Franklins „Do Right Woman, Do Right Man“, Stevie Wonders „I Was Made To Love Her“ oder Etta James’ „Sunday Kind Of Love“. Sweet Soul Music at its best.

„Die Songs haben sich im Studio förmlich von allein produziert, weil wir großartige Vorlagen hatten, mit denen wir arbeiteten. Es macht einfach Spaß, sich an den alten Arrangements zu versuchen, denn sie sind enorm gut. Bei Songs wie ‘What Becomes Of The Brokenhearted’ und ‘Twistin’ The Night Away’ war es die reine Freude, ihren Spirit wiederzubeleben. Das Album bietet im Grunde genommen eine High-Fidelity-Version dieser Stücke. Nicht unbedingt moderner, auch wenn wir sie mit moderner Technik aufgenommen haben, aber reichhaltiger sollten sie klingen.“ Alte Seele in neuem Gewand.

Unterstützt wurde Broussard bei den Aufnahmen im Dockside Studio in Lafayette von Streichern des Acadiana Symphony Orchestras und den 504 Horns aus New Orleans. Der Untertitel „Soul On A Mission“ gewinnt in Anbetracht der Partystimmung, die die Aufnahmen von Jackie Wilsons „Baby Workout“ und Sam Cookes „Twistin’ The Night Away“, von Sam & Daves „Hold On I’m Coming“ und nicht zuletzt des Isley-Brothers-Funkkrachers „It’s Your Thing“ versprühen, eine zusätzliche, höchst unterhaltsame Note. „S.O.S. 2“ macht nicht nur deutlich, wie unverwüstlich und unwiderstehlich die gute alte Soulmusik ist, sondern wie sie unter den Fittichen eines großen Künstlers noch spürbar an Format gewinnen kann. Für September hat Marc Broussard ein neues Studioalbum mit eigenen Songs angekündigt.

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